Das pädagogische Profil der Mittelstufe (Klasse 5-7)

  1. „Die Freiheit unserer Kinder hat als Grenze die Gemeinschaft, denn Freiheit bedeutet nicht, dass man tut was man will, sondern Meister seiner selbst ist.“   

  2.                                                                                                                                                                                                              Maria Montessori

  3.  

Der Übergang vom Kind zum Jugendlichen, der sich zwischen 10 und 13 Jahren vollzieht, verlangt eine Pädagogik, die sowohl Freiheit als auch Struktur anbietet, die loslässt, aber auch halten kann.

Insbesondere in dieser Entwicklungsphase sind die Gefühle für Gerechtigkeit und persönliche Würde stark ausgeprägt.  Die Ausbildung der Beziehungen zwischen den Jugendlichen, ihren Lehrerinnen und Lehrern und der Umgebung braucht Zeit und Raum.

Wir als Mittelstufenteam sehen unsere Aufgabe darin, die Freude am Lernen und Entdecken zu erhalten bzw. zu wecken. Wir möchten das Selbstbewusstsein der SchülerInnen stärken und ihre sozialen Kompetenzen erweitern. Der Aufbau einer respektvollen Lehrer-Schüler-Beziehung sowie die individuelle Begleitung und Unterstützung bei Lernprozessen stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit.

In unseren drei jahrgangsgemischten Klassen Butterfly, Groovy und Fortuna sind jeweils 26 SchülerInnen mit zwei LehrerInnen.

Die SchülerInnen dieser Stufe bringen sehr unterschiedliche Lernbiografien aus der Grundschule mit, denn die Klassen setzen sich zusammen aus MontessorischülerInnen und Kindern, die mit dem Unterricht der Regelschule vertraut sind. Unser pädagogisches Konzept greift diese unterschiedlichen Voraussetzungen auf und berücksichtigt sie bei der Unterrichtsgestaltung. 

 

Daraus leiten sich unsere methodisch- didaktischen Ziele ab:

  •   eigenverantwortliches Lernen einüben und weiterentwickeln,
  •   individuelle inhaltliche Schwerpunkte setzen dürfen,
  •   starke SchülerInnen können zügiger vorwärts arbeiten,
  •   schwächere SchülerInnen bekommen mehr Zeit zum Wiederholen und Einüben,
  •   das Pensum wird auf individuelle Möglichkeiten bzgl. Umfang und Schwierigkeit angepasst,
  •   Arbeitspläne und Leitfäden, nach denen die Kinder arbeiten, erstrecken sich über mehrere Wochen,
  •   lebenspraktische Kompetenzen werden eingeübt.

 

Das Herzstück unserer Arbeit bildet die Freiarbeit, in der die Fächer Deutsch, Mathematik und die kosmischen Fächer wie Biologie, Geschichte, Sozialkunde und Erdkunde zusammengeführt werden.

Die erste Fremdsprache ist für alle Englisch. Der Unterricht findet in den jeweiligen Jahrgangsstufen in zwei Gruppen dreistündig statt. Die Lerngruppen, die aus max. 13 SchülerInnen bestehen, ermöglichen eine intensive Betreuung. Als zweite Fremdsprache kann ab der Jahrgangsstufe 6 das Fach Französisch gewählt werden. Dies ist ein freiwilliges Angebot und findet ebenfalls dreistündig statt.

Der Fachunterricht PCB (Physik, Chemie, Biologie) sowie das Fach Wirtschaft werden stufenübergreifend und in geschlechtshomogenen Gruppen unterrichtet. Bei uns lernen die SchülerInnen im Fach Wirtschaft ab der 5. Jahrgangsstufe das Zehnfingersystem, Internetrecherche und den Umgang mit Computerprogrammen wie z.B. Power Point. Damit schaffen sie sich eine Grundlage, um Vorträge auch vor größerem Publikum halten zu können.


Wir fördern die musisch-praktische Arbeit

  •   im Hauswirtschaftsunterricht ab Jahrgangsstufe 5,
  •   beim Werken und beim Textilen Gestalten,
  •   in den Wahlpflichtkursen (Video, Tanz, Theater, Töpfern, Nähen, Bogenbau, Gartenarbeit).

Wir planen regelmäßig Projekte

  •   zum Thema Mittelalter (alle drei Jahre),
  •   den Mädchen-Jungen-Tag mit externen Fachleuten,
  •   alle drei Jahre ein (großes) stufenübergreifendes Bühnenprojekt aus den Bereichen Musik-Tanz-Theater,
  •   die Inszenierung einer Oper mit externen Profis.

Wir legen Wert auf Rituale

  •   im Herbst zum Erntedankfest,
  •   im Winter in der Adventszeit,
  •   zur Begrüßung der neuen FünftklässlerInnen.

Wir setzen auf frühe Berührungspunkte mit der Berufswelt, um außerschulische Lernorte zu ermöglichen

  •   zwei Tage Schnupperpraktikum und Betriebsbesichtigungen für Jgst. 5,
  •   eine Woche Berufspraktikum für Jgst. 6,
  •   zwei Wochen Berufspraktikum für Jgst. 7.


Wir bieten die Gelegenheit zur Umsetzung individueller Projekte mit dem  Montessori-Joker.

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